Interaktive Checkliste

Kleingarten Übernahme-Checkliste

30 Punkte, die du vor der Garten-Übergabe abhaken solltest — bevor du die Ablöse zahlst. Dein Fortschritt wird automatisch gespeichert.

Wer einen Schrebergarten übernimmt, zahlt schnell mehrere tausend Euro Ablöse — und übernimmt im schlimmsten Fall auch noch unbemerkte Probleme: ungenehmigte Bauten, kontaminierten Boden, Altschulden beim Verein oder eine Laube, die das Bundeskleingartengesetz sprengt. Diese Checkliste führt dich durch die fünf wichtigsten Bereiche der Übergabe.

Klicke jeden Punkt nach erfolgreicher Prüfung an. Dein Fortschritt bleibt im Browser gespeichert — du kannst die Liste also über mehrere Besichtigungstermine nutzen. Sind alle 30 Punkte grün, bist du bereit für den Notartermin.

Dein Fortschritt

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🤝 Verein + Soziales
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💡 Tipp: Bewahre das ausgefüllte Protokoll mit Fotos und Quittungen mindestens fünf Jahre auf. Bei Streitigkeiten mit dem Verein oder dem Vorpächter ist es deine wichtigste Beweisgrundlage.

Frequently Asked Questions

Was muss ich vor der Übernahme eines Schrebergartens prüfen?
Vor der Übergabe solltest du mindestens drei Bereiche systematisch checken: Vertragliches (Pachtvertrag, Vereinsstatut, Pflichtstunden, Kündigungsfristen), Bauliches (Laube unter 24 m², Strom- und Wasseranschluss, versiegelte Fläche unter 10 %) und den Gartenzustand (Bodenbeschaffenheit, Obstbäume, Schädlingsbefall, Verwilderungsgrad). Lass dir vom Vorpächter eine detaillierte Liste aller Bestände geben und vergleiche die geforderte Ablöse mit der offiziellen Schätzung des Vereinsvorstands. Niemals zahlen, bevor das Übernahme-Protokoll unterzeichnet ist.
Wie kann ich die Laube auf Schäden prüfen?
Geh die Laube an einem trockenen Tag systematisch ab: Dach von außen und innen (Wasserränder, durchhängende Stellen, lockere Ziegel), Wände auf Risse und Feuchtigkeitsstellen am Sockel, Fenster auf Schließbarkeit und Dichtungen, Fußboden auf Schwammbildung. Prüfe Strom- und Wasseranschlüsse mit funktionierenden Geräten. Miss die Grundfläche aus — Lauben über 24 m² inklusive Freisitz verstoßen gegen das Bundeskleingartengesetz und können zur Rückbau-Verpflichtung führen. Mach Fotos von allen kritischen Stellen für das Übernahme-Protokoll.
Was tun wenn die geforderte Ablöse zu hoch ist?
Du hast laut Bundeskleingartengesetz das Recht, eine offizielle Schätzung durch den Vereinsvorstand zu verlangen. Diese kostet typischerweise 30 bis 80 Euro und ist verpflichtend, sobald du der Forderung widersprichst. Liegt die Schätzung deutlich unter dem Verlangten, kannst du nachverhandeln oder die Übernahme ablehnen. Spekulative Aufschläge auf Anpflanzungen oder Lauben sind unzulässig — der Zeitwert zählt. Im Streitfall wendet sich der Vorpächter an den nächsten Interessenten der Warteliste, deine Position ist also stärker als oft angenommen.
Welche Unterlagen brauche ich vom Vorpächter?
Mindestens diese Dokumente: Pachtvertrag im Original, Vereinsstatut mit Pflichtstunden-Regelung, Versicherungsnachweis für die Laube, eine detaillierte Liste aller Bestände mit Schätzwerten, Belege über größere Investitionen der letzten fünf Jahre und gegebenenfalls Bodentest-Ergebnisse. Lass dir auch Quittungen für offene Vereinsbeiträge oder Wasserabrechnungen geben — sonst übernimmst du Altschulden. Das Übernahme-Protokoll mit Foto-Dokumentation des Zustands schützt dich vor späteren Streitigkeiten und sollte zum Notartermin vorliegen.
Was sind unzulässige Pflanzen im Kleingarten?
Das Bundeskleingartengesetz verbietet Pflanzen, die nicht der kleingärtnerischen Nutzung dienen. Dazu zählen vor allem Nadelbäume wie Fichten, Kiefern und Tannen sowie hochwachsende Ziergehölze. Auch Bambus, Walnussbäume und ungenehmigte Hecken können beanstandet werden. Mindestens ein Drittel der Fläche muss für Obst- und Gemüseanbau genutzt werden. Identifiziere ungenehmigte Pflanzen vor der Übernahme — du erbst sonst die Rückbau-Pflicht. Im Zweifel beim Vereinsvorstand nach der Pflanzenliste fragen, viele Vereine haben eine konkrete Negativliste im Statut.
Wie hoch sollte ich Reserven für Renovierung kalkulieren?
Plane mindestens 1.500 bis 3.000 Euro Reserve für das erste Jahr ein, selbst wenn die Parzelle gepflegt aussieht. Typische Posten: neue Geräte und Werkzeuge (300 bis 600 Euro), Bodenverbesserung mit Kompost und Substraten (200 bis 400 Euro), kleinere Reparaturen an Laube oder Zaun (300 bis 800 Euro) und Pflanzgut für die erste Saison (200 bis 500 Euro). Bei stark verwilderten Gärten oder älteren Lauben verdoppeln sich die Beträge schnell. Eine ehrliche Einschätzung des Verwilderungsgrades vor der Übernahme spart später teure Überraschungen.